ICH BIN MAMA, EHEFRAU, TOCHTER, SCHWESTER, FREUNDIN - UND FOTOGRAFIN.
Ich heiße Lea,
Fotografie war nie etwas, das plötzlich in mein Leben kam. Sie war immer da.
Schon als Kind stand ich neben meinem Vater in der Dunkelkammer, lange bevor ich zur Schule ging. Ich erinnere mich an das rote Licht, an den Geruch der Chemikalien, an die Ruhe und Konzentration, die in diesen Momenten lag. An die besondere Stimmung, wenn Bilder langsam sichtbar wurden. Diese Energie hat sich tief eingeprägt.
Und doch hat es Zeit gebraucht, bis ich meinen eigenen Zugang zur Fotografie gefunden habe.
Erst vor drei Jahren habe ich begonnen, sie wirklich als meine Sprache zu begreifen. Als meine Mutter mich ermutigte und mir eine Kamera schenkte, begann etwas, das sich schnell als mehr herausstellte als ein neues Interesse. Spätestens nach einem Fotoshooting mit einer schwangeren Freundin war klar:
Ich möchte keine Bilder machen – ich möchte Geschichten festhalten.
Nicht laut.
Nicht perfekt.
Sondern ehrlich.
Ich habe gemerkt, dass mich die leisen Momente berühren. Die Übergänge. Das Dazwischen. Die Art, wie eine Frau ihre Hände auf den Bauch legt. Die ersten Berührungen im Wochenbett. Die Blicke zwischen zwei Menschen. Die Selbstverständlichkeit, mit der Nähe entsteht.
So wurde mein Schwerpunkt klar:
Frauen in der Schwangerschaft, im Wochenbett und im Familienleben.
Nicht, weil diese Phasen „schön“ sind – sondern weil sie tief sind. Und verletzlich. Und kraftvoll zugleich.
Meine Arbeit ist geprägt von Ruhe, Erfahrung und einem klaren Rahmen.
Ich arbeite nicht inszenierend und nicht überfordernd.
Mir ist wichtig, dass Frauen sich nicht darstellen müssen, um gesehen zu werden. Dass sie ankommen dürfen – mit allem, was gerade da ist.
In meinen Bildern steht die Frau im Mittelpunkt.
Nicht als Rolle.
Nicht als Funktion.
Sondern als Frau – mit ihrer Weiblichkeit, ihrer Stärke und ihrer Einzigartigkeit.
Auch dann, wenn sie selbst gerade unsicher ist.
Auch dann, wenn sie sich vielleicht selbst ein Stück aus dem Blick verloren hat.
Mein Weg – als Frau, als Mutter, als Fotografin – hat mein Arbeiten geformt.
Ich weiß, wie sensibel diese Phasen sind.
Und wie wertvoll Erinnerungen werden können, wenn sie nicht perfekt sind, sondern wahr.
Meine Fotografie hält fest, was oft leise ist und dennoch trägt:
Verbindung. Nähe. Das leise Dazwischen.
Nicht als Momentaufnahme – sondern als Gefühl, zu dem man zurückkehren kann.
Wenn du hier bist, dann vermutlich, weil du genau das suchst.
Einen Ort, an dem du dich nicht erklären musst.
Und Bilder, in denen du dich wiedererkennst.

